1. Wie würdet Ihr Eurer Start-up in wenigen Sätzen zusammenfassen und wer sind die Gründer?

lemon.markets ist die Infrastruktur für automatisiertes Traden an der Börse. Im Kern bieten wir unseren Kunden dafür eine Schnittstelle (im Fachsprech nennt sich das API) mit der sie ihre eigene Software, wie zum Beispiel einen Trading Bot oder eine Handyapp an die Börse anbinden können. lemon.markets übernimmt dabei gemeinsam mit seinen Partnern die Abwicklung der Wertpapiertransaktionen, das bereitstellen von Marktdaten und den technischen Support. Unsere Kunden sind dabei am Anfang vor allem Software Entwickler, Data Scientist und Programmierer, die direkt in der Lage sind mit unserer Dokumentation (Lexikon für die Schnittstelle) ihre Projekte umzusetzen. Gegründet haben wir lemon.markets zu zweit. Marcel ist der Techie und zuständig für Produkt und Technologie und Max (das bin ich 😀 ). Mittlerweile sind wir fleißig am expandieren und immer auf der Suche nach guten, erfahrenen Software Entwicklern.

2. Was macht Euer Start-up besonders bzw. wie hebt Ihr Euch von den Wettbewerbern ab?

Wir haben einen Konsequenten Fokus auf unsere Kunden. Das bedeutet wir hören ihnen zu und wollen von ihnen lernen. In unserem Fall ist das eine extrem spitze Zielgruppe, die so bisher kein Angebot vorgefunden hat. Das wollen wir mit lemon.markets jetzt ändern.

3. Was war Euer bisher größter Erfolg und größter Misserfolg?

Unser größter Erfolg war der Gewinn der Founders Foundation. Nach 3 Monaten intensiven Programm, hatten wir richtig Spaß beim finalen Pitch Event. Auf der anderen Seite gab es bisher keine richtigen Misserfolge oder Fuckups, klar überall liegen Hürden auf unserem Weg, aber eigentlich lernen wir jeden Tag so viele Dinge, dass es sich nie wie ein Misserfolg anfühlt.

4. Was war die größte Hürde vor der Ihr standet? Was hat Euch motiviert weiter zu machen?

Im FinTech Bereich ist es eine große Hürde das eigene Produkt an den Markt zu bringen. Die Regulatorik in Deutschland zum Schutz der Endkunden ist eine Herausforderung für innovative Geschäftsmodelle, das zu seinem Vorteil zu nutzen ist eine Chance, aber auch eine Herausforderung. Bedeutet am Anfang war es eine harte Nuss ein Modell zu bauen, dass mit allen Stakeholdern compliant ist.

5. Wie soll es in Zukunft weitergehen? Was sind Eure nächsten Meilensteine?

Momemtan sind wir mit unserem ersten Prototypen live, dort sind über 600 Entwickler dabei ihre eigenen Trading Algorithmen, Bots oder Applikationen zu bauen.

Der nächste Meilenstein ist die Entwicklung unseres live Produktes und der Markteintritt.

6. Wenn Ihr 500.000€ bekommen könntet, was würdet Ihr mit dem Geld machen?

Wir würden uns ein Team an erfahrenen Entwicklern und Produkt Managern zusammenstellen. Wenn man Software entwickelt ist das Team die wichtigste Komponente und deshalb unbezahlbar. Deshalb wollen wir das Privileg Unternehmertum nutzen und um uns herum die gute Menschen versammeln, die genauso wie wir für die Vision von lemon.markets brennen. Damit wir eine Infrastruktur Plattform für alle Wertpapiertransaktionen bauen können.

7. Wie hat Euch der Venture Club Münster bei der Ideengenerierung und -verwirklichung geholfen?

Der VCM ist der Grund unseres Kennenlernens, nachdem wir beide über ein Semester in verschiedenen Ressorts engagiert. Marcel und Ich haben auf der Start-up Tour nach Hamburg dann zum ersten Mal über die Idee gesprochen und von dort an unser Projekt entwickelt, bedeutet ohne VCM kein lemon.markets

8. Was habt Ihr über die Start-up Szene gelernt, was Euch so vorher keiner gesagt hat?

Wenn man einmal drin ist, kommt man schwer wieder raus.

9. Welche drei Tipps würdet Ihr Neugründern mit auf den Weg geben?

Fokus auf den Kunden. Ein echtes Problem zu lösen ist die Quintessenz eines jeden Start-ups. Bedeutet desto größer der Pain eines Kunden, desto größer die Möglichkeit ein eigenes Business aufzubauen. Neben dem Kunden sind quantifizierte Ziele wichtig, um Objektiv zu messen, wie sich die Dinge in einem dynamischen Umfeld entwickeln. Der dritte Tipp wäre wahrscheinlich dranzubleiben, manchmal steht man vor Sackgassen, das ist nicht das Ende der Reise, sondern erfordert eine Neuorientierung. Nicht aufzugeben und konstant abzuliefern sind also super wichtig.