richtung°heimat ist ein fair und nachhaltiges Modelabel aus Münster mit zeitlosen Schnitten und den Koordinaten deiner Heimatstadt.

1. Beschreibe „richtung°heimat“ in 3 Worten

Wir beschreiben richtung°heimat mit unseren Werten – Iokal, nachhaltig und zeitlos.

2. Wer steckt dahinter?

Hinter dem Label und der Idee stecken Kathi und ich – Simon. Über 10 Jahre lang haben Kathi und ich uns seit der Zeit in der Gesamtschule aus den Augen verloren. Wie es der Zufall so wollte, haben wir uns ziemlich genau 10 Jahre später wiedergefunden und uns seit Ende 2019 mit richtung°heimat den Wunsch vom eigenen Modelabel erfüllt.

Kathi ist gelernte Damenmaßschneiderin, Bekleidungstechnische Assistentin und Produktmanagerin für Modedesign und Bekleidung und bringt das notwendige Know-how mit, um technische Zeichnungen zu erstellen und Kollektionen zu designen.

Ich selber bin in der Münsteraner Startup Szene fest verankert und betreue Startups im Digital Hub Accelerator bis zur letztendlichen Marktreife und bin Mitgründer der Lernplattform studymaniac. Vielleicht habt ihr ja sogar Mal meine Stimme auf Spotify im ESKALIERT Podcast gehört. Bei richtung°heimat bin ich für den Online Shop, sowie das Online Marketing verantwortlich.

3. Wie seid ihr auf die Idee gekommen ein neues Modelabel zu gründen?

Die Idee zum Label ist wie so oft im Leben durch einen reinen Zufall entstanden. Zusammen mit Martin habe ich – den Guten kennt man auch aus dem Venture Club und von studymaniac – dem Gespräch einer jungen Mutter in einem Münsteraner Print-Geschäft gelauscht. Ihr Sohn würde nach dem Abschluss seiner Abiturprüfung ein Jahr im Ausland verbringen und sollte nicht ganz ohne eine Erinnerung an die Heimat losziehen. Daher wollte sie ihm etwas mitgeben – einen Pullover bedruckt mit den Koordinaten seiner Heimat Greven. Ich war sofort begeistert von der Idee und der Geschichte die durch Koordinaten erzählt werden kann. Da mich die Idee nicht mehr losgelassen hat, habe ich am selben Tag 1 Stunde später bereits die ersten Prototypen besticken lassen. Als Kathi dann mit ins Boot kam, haben wir uns gemeinsam daran gemacht die Marke weiter zu entwickeln, den Online Shop aufzubauen und die ersten Produkte zu entwerfen.

4. Wie seid ihr auf den Namen gekommen und welche Bedeutung steckt hinter „richtung°heimat“?

Die Idee zum Namen kam durch meinen Arbeitskollegen Daniel, mit dem ich gemeinsam über die Idee eines eigenen Labels gebrainstormt habe. Daniel und ich arbeiten gemeinsam beim Digital Hub und sind die Hosts des ESKALIERT Podcasts.

Hinter dem Wort [ˈhaɪ̯maːt]steckt so viel Bedeutung. Das spannende dabei ist, dass es kein vergleichbares Wort zu ‚Heimat‘ in einer anderen Sprache gibt. Für uns braucht es das auch nicht, denn Heimat kann man unserer Meinung nach sowieso nicht in Worte fassen.

Das Gefühl von Heimat ist so facettenreich und individuell, aber dennoch weiß jeder wie es sich anfühlt. Spätestens wenn man das erste Mal ein Gefühl von Heimweh verspürt, weiß man was Heimat bedeutet!

Wir glauben: „Heimat braucht keine Definition, Heimat ist ein Gefühl.“

5. Wie hebt ihr euch von anderen Modelabels ab? Was macht „richtung°heimat“ so besonders?
Unsere Werte – lokal, nachhaltig und zeitlos – spiegeln sich in unserer gesamten Customer Journey von der Customer Experience im Online Shop, über unsere Kommunikation, bis hin zur Versandverpackung und der letztendlichen Kleidung wieder. Wir wollen hochwertige zeitlose Mode erschaffen, die lange Bestandteil deines Kleiderschranks ist und nicht nach dem fünften Mal waschen an Form und Farbe verliert oder nach einer Saison im Kleidercontainer landet.

Unsere Kleidung erzählt Geschichten und ist Anstoß für einen Dialog. Das Label richtung°heimat ist unserer Meinung nach so besonders, weil wir ein Gefühl vermitteln, dass ein jeder bereits – kennt egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Sie haben lediglich hin und wieder vergessen wie es sich anfühlt und was ‘Heimat” wirklich für sie bedeutet.

6. Was waren bis jetzt eure größte Hürde und wie habt ihr sie überwunden?

Zu den größten Hürden gehörte bisher das Sourcing der Kleidung und der Verpackung, ohne dabei unseren Anspruch an gute Qualität, saubere Umwelt, sowie Fairness möglichst aus den Augen zu verlieren.

7. Wie soll es in Zukunft weitergehen? Was sind eure nächsten Meilensteine?

Die nächsten Schritte werden sein unsere Kollektion sukzessive durch weitere Teile zu erweitern, die maßgeblich zu dem Gefühl beitragen, dass wir durch unser Label vermitteln wollen.

Kurzfristige Meilensteine sind dabei die Markenbekanntheit in Münster weiter auszubauen und zu festigen. Weiter werden wir bereits jetzt früh zu Beginn versuchen Organisationsstrukturen zu etablieren und die Prozesse verbunden mit der Produktion und dem letztendlichen fulfilment zu optimieren bzw. zu automatisieren.

Langfristig soll die Marke auch über die Grenzen des Münsterlands deutschlandweit an Bekanntheit gewinnen und dazu beitragen das soziale Projekte in anderen deutschen Städten unterstützt werden. Unser Ziel ist es eine Produktion in Europa aufzubauen und unsere Kollektionen durch eigens entworfene zeitlose Schnitte zu ergänzen. Darüber hinaus, wollen wir auch individualisierbare T-Shirts mit den Koordinaten Deiner Heimat anbieten.

8. Welche Tipps & Tricks haben euch am meisten bei der Gründung von „richtung°heimat“ geholfen?

Wie immer gilt es bei jedem Gründungsvorhaben, sprecht mit euren späteren Kunden und holt euch so viele Meinungen wie nur möglich ein. Nur so habt ihr die Möglichkeit annähernd abzuschätzen, ob ihr euch mit eurer Idee auf dem richtigen Weg befindet. In einer frühen Phase der Gründung kann man nichts langfristig planen, sondern man ist lediglich in der Lage Risiken abzuschätzen und zu reagieren. Sucht euch ein gutes Team mit einem langen Atem, auf das ihr euch in guten sowie in schlechten Zeiten 100%ig verlassen könnt.

9. Gibt es etwas was ihr im Nachhinein anders gemacht hättet?

Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht Kathi schon früher dabei zu haben um gemeinsam mit Ihr die Entwicklung der Marke und der Kollektion voranzutreiben. Es ist einfach unglaublich wie viel mehr PS man durch ein gutes Team auf die Straße bringt.

Was dabei aber noch viel besser ist, es macht einfach viel mehr Spaß Erfolge wie den Launch des Online Shops oder die ersten positiven Rückmeldungen gemeinsam zu feiern.

10. Wenn ihr 500.000€ bekommen könntet, wie würdet ihr das Geld investieren?

Mit 500.000€ würden wir in die Produktion unserer Kleidung in Europa investieren um eigene Schnitte zu entwerfen, Lieferketten zu kürzen und so weiter unser langfristiges Ziel zu verfolgen – Die Steigerung unserer Markenbekanntheit, die Förderung deutschlandweiter sozialer Projekte und das Entwerfen eigener zeitloser Schnitte.

10. Welche drei Tipps würdet ihr Neugründern mit auf den Weg geben?

Tipp 1
Wenn ihr an eure Idee glaubt, dann habt keine Angst den Schritt in die Gründung zu gehen. Es gibt keinen einzigen Grund, der gegen eine Gründung spricht.

Tipp 2
Für alle Probleme gibt es eine Lösung. Aussagen wie „Ich bin nicht gut mit Zahlen“ oder „Ich habe keine Ahnung von Buchführung“ sind nur billige Ausreden. In dieser Hinsicht ist Google oder das VCM-Netzwerk oder der Kanal #askvcmexperts in Slack dein bester Freund.

Tipp 3
Die beste Zeit zu gründen ist meines Erachtens nach wie vor das Studium, da es keinen anderen Zeitpunkt im Leben gibt, zu dem man leichter fällt als während des Studiums. Man ist jung, hat viele Kontakte und in den meisten Fällen die finanzielle Unterstützung seiner Familie, bzw. aus der Heimat.