1. Welches Problem löst euer Startup?
Es gibt eine Menge Privatpiloten, die gerne öfter oder weiter fliegen wollen, sich das aber finanziell nicht leisten können bzw. wollen. Deshalb inserieren sie Flugangebote in Mitflugbörsen wie Flyt.club. Gleichzeitig gibt es Menschen, die Erlebnisse wie einen Flug in einer Privatmaschine suchen oder auch nur möglichst schnell irgendwo hin kommen möchten.

Mit Flyt.club ist es möglich, diese Menschen miteinander bekannt zu machen und sich Flüge im Sinne der sharing economy zu teilen.

2. Was ist das besondere an eurer Geschäftsidee? Was ist eure USP?
Flyt.club ist eine Mitflugbörse, die besonderen Wert auf die Bedürfnisse der Mitflieger legt. Das ist ein wichtiger Faktor, der bei anderen Mitflugbörsen gerne vernachlässigt wird. Die bereits existierenden Mitflugbörsen sind vorrangig für das Vernetzen von Piloten ausgelegt und für Endkunden nicht wirklich ansprechend. So erwarten wir nicht von unseren Nutzern, dass sie bereits wissen, wo sich Flugplätze in ihrer Nähe befinden oder was bestimmte Begrifflichkeiten der Fliegerei bedeuten.

Ein weiterer USP ist das Bezahlsystem. Da die Zahlung komplett über die Plattform von statten geht, macht es das besonders einfach, auf Flugausfälle, Nicht-Erscheinen oder Ähnliches zu reagieren. Sowohl Pilot als auch Mitflieger brauchen ihrem Geld nicht hinterherzulaufen, da alles über die Plattform geregelt werden kann.

Auch auf Pilotenseite hat Flyt.club einiges zu bieten. Den Piloten wird es besonders einfach gemacht ihre Flüge zu inserieren und zu verwalten. Wir versuchen den Piloten so gut es geht, die meisten Arbeiten abzunehmen. Je weniger Aufwand der Pilot mit dem Flug hat, desto eher wird er ihn auf Flyt.club anbieten. Zudem bieten wir den Piloten ein System mit dessen Hilfe es ihnen leichter fällt, im rechtssicheren Rahmen Mitflugangebote auf Selbstkostenbasis anzubieten und abzuwickeln.

Zusätzlich pushen wir die einzelnen Flüge als Tagestipps gezielt in den Sozialen Medien. Damit kommen die Mitflugangebote bei den Menschen an, die es wirklich interessieren könnte. Das machen die anderen Plattformen zum Beispiel überhaupt nicht.

3. Wie habt ihr euch in Stunde null finanziert? Woher kam das Kapital?
Flyt.club begann als unsere gemeinsame Bachelor-Arbeit, damals noch als nicht-funktionstüchtiger Prototyp. Wir haben dann ein Exist-Gründerstipendium beantragt, um Flyt.club marktreif weiterentwickeln zu können.

4. Dein Ratschlag für zukünftige Gründer!
Wenn mal was nicht nach Plan läuft, ist das kein Weltuntergang. Das ist normal. Am besten plant ihr im Vorfeld schon deutlich mehr Zeit für eure Vorhaben ein.
Immer schön alles notieren. In einem Moment habt ihr den vollen Durchblick, was noch zu tun ist, welche tolle Ideen ihr gerade habt oder wen ihr nochmal wegen irgendetwas kontaktieren wolltet. Ihr werdet den Großteil wieder vergessen, wenn ihr es nicht notiert. Am besten mit Plan, wir nutzen dafür Trello.
Nehmt nicht jede Kritik für bare Münze. Manche Leute werden versuchen, euch zu erklären, warum euer Vorhaben blöd ist. Lasst euch nicht davon entmutigen.

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5. Wo seht ihr euch heute in einem Jahr?
In einem Jahr wird Flyt.club längst über den Status eines MVP hinausgewachsen sein. Ständig kommen neue Funktionen hinzu, mit deren Hilfe es noch einfacher wird, Mitfluggelegenheiten wahrzunehmen. Flyt.club wird sich zu einem festen Begriff in der Pilotenszene etabliert haben und die Welt der Privatfliegerei um ein entscheidendes Stück bereichern.

6. Wenn ihr 500T€ bekommen könntet, was würdet ihr mit dem Geld machen?
500T€ ist eine Menge Geld. Vieles ließe sich damit machen. Wir haben viele tolle Ideen, deren Umsetzungen teilweise sehr langwierig sind. Mit soviel Geld würden wir zusätzliche Entwicklerinnen und Entwickler beschäftigen, um Flyt.club schneller voran zu treiben. Wir würden groß angelegte Marketingkampagnen starten, mit deren Hilfe wir in Windeseile große Mengen neuer Nutzer generierten. Anwälte ließen sich bezahlen, um auch außereuropäischen Piloten die Rechtssicherheit zu bieten, die sie benötigen, um ihre Flüge bei Flyt.club einzustellen. Das Wachstum der Plattform wäre enorm.

7. Gibt es ein deutsches Startup was euch fasziniert? Wenn ja welches und Warum?
In Deutschland gibt es viele Startups mit interessanten Ideen und Produkten. Wirkliche Faszination für eines dieser Unternehmen kam bei uns bisweilen aber noch nicht auf.