Am Donnerstag, den 08.07.21, hatte der VCM wieder einmal einen spannenden Let’s Talk. Diesmal war Farina Schurzfeld dabei, Entrepreneurin, Co-Founderin und ehemalige CMO von Selfapy. Farina gehört zu den Forbes Top 30 und besitzt eine große Passion für Digital Health & building impacting brands. Wenn das nicht nach spannenden Insights und Erfahrungen klingt!

Farinas Reise begann mit einem BWL Studium in Hamburg. Dieses setzte sie in Sydney fort und begann dort auch ihre Start-up-Reise. Nachdem sie in Australien beim Venture Builder Rocket Internet, bei Groupon, Airtasker und Sydneys größtem Co-working space Tank Streams Lab mitgewirkt hat, verschlug es sie zurück nach Deutschland. ⁠

Selfapy

⁠Dort gründete sie 2016 mit zwei Psychologinnen Selfapy – welches heute Deutschlands führender Therapie-Anbieter für Menschen mit psychischer Erkrankung ist. ⁠Selfapy bietet psychologische Online-Kurse an und ermöglicht es so Betroffenen einen schnellen und flexiblen Zugang zu professioneller Hilfe. Alles fing an mit einem Online-Kurs für Betroffenen von leichten bis mittelschweren Depression, in den vergangen Jahren sind sogar noch weitere Kurse wie zu Generalisierter Angststörung oder Panikstörung entstanden. Durch ihr neues Geschäftsmodell im Gesundheitswesen will Selfapy nicht nur eine psychologische Unterstützung für jeden möglich machen, sondern auch das Thema der mentalen Gesundheit und psychischen Erkrankungen entstigmatisieren.

Wie man liest, hat Farina Schurzfeld schon eine Menge an Erfahrung gesammelt. Was sie daraus ziehen konnte, welche Learning sie dabei hatte und welche Tipps sie für uns hatte, dass hat sie uns digital berichtet.

Der Einstieg in die Startup Szene

Zu Beginn ihrer Reise wurde sie quasi ins kalte Wasser geschmissen, wobei Überforderung im Team keine Seltenheit war. Seitdem wünscht sie sich eine gewisse Identifikation mit den Unternehmen, für die sie in Zukunft arbeiten würde. Dadurch wollte sie sich besser in ein Thema einfühlen können, um genau das Gefühl auch an die Zielgruppe weitergeben zu können. Später bei Selfapy war es eine der größten Herausforderungen ein passendes Geschäftsmodell zu finden. Wer, wann, wo und wie wird gezahlt? Die Gespräche mit den Krankenkassen halfen aber dabei das richtige Modell zu finden. Nach ihrer Zeit bei Selfapy war es ihr wichtig, sich weiterzuentwickeln und zu reflektieren, was sie sich in der Zukunft wünscht. Die Neugierde und Freude an anderen Themen und das Puzzeln von Unternehmensideen brachte sie dahin, wo sie jetzt steht.

Tipps für angehende Gründer*innen

Durch ihre Erfahrung in Australien hat sie sich eine “Werkzeugkasten” aufbauen können, welcher ihr unter anderem bei ihrer Heimkehr nach Deutschland, aber auch noch heute hilft. Bei ihrer Rückkehr hat sie sich bewusst für ein Angestelltenverhältnis entschieden, um in Deutschland über 1,5 Jahre in Ruhe ein fundiertes Netzwerk aufzubauen. Denn nicht nur ein gutes Netzwerk, sondern auch die Pflege dessen seien sehr wichtig für eine gute Prise Unternehmertum. Außerdem muss man lernen mit Kritik umzugehen. Kritik wird immer Teil einer Gründung seien, egal ob positiv oder negativ, ob laut oder leise, man muss selbst eine Strategie entwickeln damit umgehen zu können.

Einer der wichtigsten Tipps, die sie uns mit auf den Weg gegeben hat war, sich kontinuierlich ein Netzwerk aufzubauen, Menschen zu kennen, die ihre Meinung klar kommunizieren und von denen man lernen kann. Ein Netzwerk, das einen trägt, sei Gold wert und bringe einen einen großen Schritt weiter auf der eigenen Reise.

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