Münster ESKALIERT – 7 Fragen an die Podcast-Moderatoren

ESKALIERT Podcast – die digitale Stimme aus Münster für das Münsterland

Der Digital Hub münsterLAND startet einen Podcast zum Thema Mensch und Digitales. „eskaliert – der Macher Podcast aus Münster“ erscheint ab sofort 2-wöchentlich auf eskaliert.ms, Apple, Spotify und Soundcloud. Künftig präsentiert der Podcast in einem Staffelformat im 14-tägigen Rhythmus eine neue Episode. Die erste Staffel wird vier Folgen umfassen.

Die Moderation übernehmen Simon Janssen, Entrepreneur in Residence im Digital Hub münsterLAND (links) und Daniel Schlemermeyer, Projektmanager für das Projekt „Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Lingen“ (rechts). Die beiden sprechen mit Unternehmen, Politikern, Machern und weiteren spannenden Persönlichkeiten aus dem Münsterland. Dabei steht der Mensch mit seiner ganz persönlichen Geschichte im Vordergrund. Mit dem Motto „digital, emotional, egal“ schafft das Duo eine angenehme Mischung aus Fachgespräch und Freundschaftsatmosphöre.

Wir haben den beiden 7 Fragen gestellt.

Vorweg: Der liebe Simon ist im (un)verdienten Urlaub. 😛 Aus diesem Grund beantwortet uns der liebe Daniel die Fragen. Da die beiden aber soviel Zeit miteinander verbringen wie ein alte Ehepaar und das beruflich und privat, ist dies gar nicht so schlimm.

1.Wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Podcast zu starten?

Daniel: Ich beschäftige mich schon seit ca. 6 Jahren mit der Thematik YouTube, Podcast & Co. Dies liegt begründet in meinem medienwissenschaftlichen Studium im Master. Hier durfte ich zu diesen Themen forschen und publizieren. Es war schon langer meine Idee ein Format für eine Nische zu entwickeln. Diese Nische heißt „regional“. Denn es gibt keinen regionalen Podcast für das Münsterland. Das Münsterland mit der Stadt Münster hat dies aber verdient. Wir sind alle stolz auf diese Stadt und leben gerne hier. Die Stadt, in der die AfD keine 5% bekommt. Eine Stadt, die für Vielseitigkeit und Offenheit steht. Dies versuchen wir mit unserem Format auch zu leben. Wir möchten die Menschen kennenlernen, die in der Stadt einen Eindruck hinterlassen, die Gas geben auf vielen verschiedenen Ebenen. Wer hören möchte, was in Münster wirklich so abgeht und lernen möchte, wie die Stadt und Region tickt, ist bei uns richtig!

Es passte einfach wie der berühmt berüchtigte „Arsch auf Eimer“. Simon hatte den Namen, ich das Format. Siehe da: Das perfekte Match! Wir haben uns einen Nachmittag eingeschlossen und die Punchline „emotional, digital, egal“ entwickelt und dann das Konzept unterfüttert.

Das Medium Podcast ist so vielseitig wie wandelbar. Oft hören wir, dass Podcasts oftmals zu lang seien. Dagegen kann ich nur argumentieren. Denn es ist doch die Stärke des Mediums neben wertschöpfenden oder nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten ein Medium nutzen zu können, das genau auf deine eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Du kannst es in der Bahn, auf dem Rad, dem Weg zur Arbeit, den Weg nach Hause, bei der Hausarbeit, der Arbeit, auf dem Klo oder beim Sport etc. hören. Du kannst es dir einteilen so wie du möchtest und bist frei von allen Zwängen.

2. Gab es Schwierigkeiten in der Umsetzung? 

Daniel: Wir haben Glück mit unserem Arbeitgeber und damit mit den Kollegen. Wir bekommen jegliche Freiheiten und Vertrauen, die man sich nur wünschen kann, um dieses Format mit Leben zu füllen. Dabei dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass der Digital Hub münsterLAND mit dem sich dahinter verborgenen Verein münsterLAND.digital Träger von öffentlichen Projekten ist und eigene Interessen verfolgt. Der Digital Hub fördert mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen (wir sind dort Konsortialpartner) digitale Innovationen und ihre Umsetzung in der regionalen Wirtschaft durch Qualifizierungsangebote, Unterstützung bei Corporate Entrepreneurship und die Vernetzung von Unternehmen, Wissenschaft, Institutionen, Verbänden und Startups. Weiterhin unterstützen wir Startups und Intrapreneurship im Bereich digitaler Geschäftsmodelle mit Wachstumspotenzial. Mit dem Digital Hub Accelerator vernetzen wir Startups mit potentiellen Kunden und Investoren im spannenden DWNRW-Netzwerk.

Somit sind wir natürlich nah an der Politik und haben so unsere Vorgaben, die wir auch gerne erfüllen. Dennoch ist der Rahmen weitgespannt. Die Themen aus dem Bereich der Digitalisierung stehen dabei genauso im Fokus wie der Mensch hinter dem Jobtitel und Unternehmen. Wir möchten einen vollumfänglichen Einblick ermöglichen und nehmen uns dafür auch Zeit. Dies wird von unseren Kollegen unterstützt und gefördert. Uns ist aber bewusst, dass es sich dabei nicht um eine Two-Man-Show handelt sondern wir dies auch für den Verein, die damit verbundenen Vereinsmitglieder und unsere Kollegen machen. #team! 🙂

3. Redet ihr einfach draus los, oder habt ihr eine Art „Skript“?

Daniel: Das kann Simon doch am besten! (lacht!) Generell ist es so, dass wir uns einige Tage vor der Aufzeichnung zusammensetzen und recherchieren. Wir durchforsten das Netz oder sprechen mit Menschen die wiederum jemanden kennen, die jemanden kennen usw. So bekommen wir manchmal auch Insiderinformationen und unsere Gäste wundern sich regelmäßig, woher wir das bloß wissen. Es macht uns Spaß, sich so fokussiert mich einem Menschen oder mehreren Menschen zu beschäftigen. Danach sortieren und priorisieren wir die Informationen und versuchen uns einen Weg durch das Gespräch zu bauen. Da wir 2-3 wiederkehrende Elemente in jedem Podcast haben, werden diese dann auf den Gast angepasst. Schlussendlich bleiben die meisten Infos im Kopf und wir haben während der Aufzeichnung nur noch ein paar Stichpunkte vor uns liegen. Allerdings improvisieren wir aber auch viel. Man kann eben vorab nicht planen in welche Richtung sich das Gespräch entwickeln wird. Das wollen wir aber auch gar nicht. Nicht umsonst sagen wir jedem Gast, dass wir eine Atmosphäre generieren möchten, in der es sich anfühlt als wenn sie Kumpels treffen und einfach quatschen. Wir entwickeln uns aber auch weiter und stehen gerade am Anfang. Somit haben wir noch Luft nach oben. Über Feedback, Mails, Kommentare auf unserer eskaliert.ms Seite oder auf Apple Podcast freuen wir uns sehr.

4. Habt ihr eine Morgenroutine, wenn ihr wisst, ihr werdet gleich aufnehmen?

Daniel: Wir richten uns bei der Aufzeichnung konsequent nach dem Gast. Es ist schon eine große Freude das wir überall auf Interesse, Begeisterung und offene Ohren stoßen. Aus diesem Grund machen wir es den Gästen aber nicht schwer und versuchen uns im besten Fall in ihren Tagesablauf zu integrieren. Manchmal zeichnen morgens auf, manchmal nachmittags. Aber unabhängig davon, setzen Simon und ich uns meistens 2 Stunden vor Aufzeichnung zusammen und trinken gemeinsam einen Kaffee und quatschen kurz nochmal über den Ablauf. Eine Stunde vor dem Start sind wir meist beim Gast oder wenn der Gast bei uns im Hub erscheint in unserem jeweiligen Aufnahmeraum und installieren die Technik. Danach machen wir einen kurzen Technikcheck und dann darf es eigentlich losgehen. ESKALATION!

5. Wie ist es, sich selbst reden zu hören?

Daniel: Durch meine damalige Ausbildung und Job beim Film und Fernsehen durfte ich öfter schon mit Mikrofon und Kamera hantieren. Als Kaufmann für audiovisuelle Medien hat bzw hatte ich täglich damit zu tun und irgendwann verliert man die Scheu und es normalisiert sich. Somit kann ich meine Stimme als recht gut ertragen. Simon geht damit ebenfalls sehr entspannt um und da er eh ein Naturtalent ist, was das Entertainment seiner Mitmenschen angeht, wäre es auch nahezu schlimm, wenn er dann auf einmal zur Diva werden würde. Simon ist ein absolutes Phänomen. Der Typ hat grundsätzlich immer, ich betone IMMER gute Laune. Das macht die Aufnahme, als auch unser Zusammenspiel mehr als einfach. Toller Typ! Tolles Projekt!

6. Welche sind eure Vorbilder und warum?

Daniel: Hm, das ist eine schwierige Frage. Vorbilder. Ich glaube es gibt prinzipiell nur Formate, die ich sensationell finde. Aber jeder Mensch hat seine Eigenarten und diese werden gerade durch das Medium Podcast deutlich. Denn man hat hier nur die Stimme, ist nah am Ohr des Rezipienten und hat seine eigene Meinung. Da muss erstmal eine Connection entstehen. Besteht die Bindung, findet man auch die Mädels und Jungs cool, die den Podcast machen. Wenn ich ausschließlich für mich spreche, dann sind hier Formate zu nennen wie ALMOST DAILY von Rocket Beans, PODCAST UFO, THE JOE ROGAN EXPERIENCE, PODCAST OHNE RICHTIGEN NAMEN etc.

Wenn ich Charaktere nennen müsste, würde dabei Etienne Gardé und Florentin Will hervorheben, die mich schon lange begleiten. Ich mag den schwarzen Humor, ihre Ansichten und Formate. Für Simon kann ich hier gar nicht so genau antworten. Ich weiß, dass Simon oft Fachpodcasts hört und sein Wissen daraus ziehen kann. Ganz im Gegensatz zu mir. Ich halte persönlich nicht all zu viel von fachorientierten Podcasts. Ich weiß auch das Interview-Podcasts wie Hotel Matze zu seinen Favoriten gehören. Simon ist wie ein Schwamm. Leg ihn einfach in ein wenig Wasser voller Expertise, der Rest passiert von allein.

7. Was empfiehlt ihr anderen, die auch überlegen, einen Podcast zu starten?

Daniel: Das Gleiche, wie wir auch unsere Startups empfehlen: Einfach machen bzw. starten! Simon könnte jetzt besser erklären warum, wieso und weshalb es sich lohnt ein MVP (minimal funktionierendes Produkt) auf dem Markt zu werfen und zu schauen was passiert und wie die potenziellen Kunden damit umgehen. Hast Du ein spezielles Interesse, in dem du eventuell Nerd bist, eine Leidenschaft oder Passion in dir, die gerne raus möchte? Dann starte! Wir mussten auch mit Spotify, Apple und Co. beschäftigen. Dabei kam aber heraus, dass es alles einfacher ist als gedacht. Simon und ich habe beide bereits viel von den Möglichkeiten der Stadt Münster und unseren Arbeitgeber partizipiert. Nun war es an der Zeit auch etwas zurück zu geben. Deshalb möchten wir, dass der Podcast eine feste Größe in Münster wird und jeder der zum Beispiel gerne in der Trafostation Zeit verbringt oder sich für digitale Themen begeistert, neu nach Münster kommt und nicht weiß, wo man den besten Wein in einer der coolsten Locations der Stadt trinken kann, die Möglichkeit hat etwas MEHR darüber zu erfahren.

Am Ende bleibt uns beiden nur zusagen: DANKE! Danke an unserer Team für das Vertrauen und die Möglichkeit dieses Konzept weiter zu verfolgen. Danke an unsere Gäste für ihre Neugier und Zeit. Wir sehen dies alles nicht als selbstverständlich an. Einer der schönsten Nebeneffekte ist, dass wir diese Menschen in 2 Stunden Gespräch so gut kennenlernen, sodass wir eine besondere Beziehung zu ihnen aufbauen. Wo gibt es das denn in der heutigen Zeit noch? Ein 2-stündiges intensives Gespräch ohne Smartphone mit aktivem zuhören. Das ist anstrengend und intensiv aber dabei unglaublich inspirierend und angenehm. Wir wollen mehr davon! Die erste Staffel endet mit der vierten und letzten Episode. Wir sehen uns dann im Januar mit der 2. Staffel wieder.

Freut euch schon mal. Wir haben wieder richtig geile Gäste!

Ihr wollt unbedingt reinhören oder mehr erfahren? 🙂

Links zu den wichtigsten Plattformen:

ESKALIERT Podcast – die digitale Stimme aus Münster für das Münsterland

Der Digital Hub münsterLAND startet einen Podcast zum Thema Mensch und Digitales. „eskaliert – der Macher Podcast aus Münster“ erscheint ab sofort 2-wöchentlich auf eskaliert.ms, Apple, Spotify und Soundcloud. Künftig präsentiert der Podcast in einem Staffelformat im 14-tägigen Rhythmus eine neue Episode. Die erste Staffel wird vier Folgen umfassen.

Die Moderation übernehmen Simon Janssen, Entrepreneur in Residence im Digital Hub münsterLAND (links) und Daniel Schlemermeyer, Projektmanager im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen (rechts). Die beiden sprechen mit Unternehmen, Politikern, Machern und weiteren spannenden Persönlichkeiten aus dem Münsterland. Dabei steht der Mensch mit seiner ganz persönlichen Geschichte im Vordergrund. Mit dem Motto „digital, emotional, egal“ schafft das Duo eine angenehme Mischung aus Fachgespräch und Freundschaftsatmosphöre.

Wir haben den beiden 7 Fragen gestellt.

Vorweg: Der liebe Simon ist im (un)verdienten Urlaub. 😛 Aus diesem Grund beantwortet uns der liebe Daniel die Fragen. Da die beiden aber soviel Zeit miteinander verbringen wie ein alte Ehepaar und das beruflich und privat, ist dies gar nicht so schlimm.

1.Wie seid ihr auf die Idee gekommen, einen Podcast zu starten?

Daniel: Ich beschäftige mich schon seit ca. 6 Jahren mit der Thematik YouTube, Podcast & Co. Dies liegt begründet in meinem medienwissenschaftlichen Studium im Master. Hier durfte ich zu diesen Themen forschen und publizieren. Es war schon langer meine Idee ein Format für eine Nische zu entwickeln. Diese Nische heißt „regional“. Denn es gibt keinen regionalen Podcast für das Münsterland. Das Münsterland mit der Stadt Münster hat dies aber verdient. Wir sind alle stolz auf diese Stadt und leben gerne hier. Die Stadt, in der die AfD keine 5% bekommt. Eine Stadt, die für Vielseitigkeit und Offenheit steht. Dies versuchen wir mit unserem Format auch zu leben. Wir möchten die Menschen kennenlernen, die in der Stadt einen Eindruck hinterlassen, die Gas geben auf vielen verschiedenen Ebenen. Wer hören möchte, was in Münster wirklich so abgeht und lernen möchte, wie die Stadt und Region tickt, ist bei uns richtig!

Es passte einfach wie der berühmt berüchtigte „Arsch auf Eimer“. Simon hatte den Namen, ich das Format. Siehe da: Das perfekte Match! Wir haben uns einen Nachmittag eingeschlossen und die Punchline „emotional, digital, egal“ entwickelt und dann das Konzept unterfüttert.

Das Medium Podcast ist so vielseitig wie wandelbar. Oft hören wir, dass Podcasts oftmals zu lang seien. Dagegen kann ich nur argumentieren. Denn es ist doch die Stärke des Mediums neben wertschöpfenden oder nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten ein Medium nutzen zu können, das genau auf deine eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Du kannst es in der Bahn, auf dem Rad, dem Weg zur Arbeit, den Weg nach Hause, bei der Hausarbeit, der Arbeit, auf dem Klo oder beim Sport etc. hören. Du kannst es dir einteilen so wie du möchtest und bist frei von allen Zwängen.

2. Gab es Schwierigkeiten in der Umsetzung? 

Daniel: Wir haben Glück mit unserem Arbeitgeber und damit mit den Kollegen. Wir bekommen jegliche Freiheiten und Vertrauen, die man sich nur wünschen kann, um dieses Format mit Leben zu füllen. Dabei dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass der Digital Hub münsterLAND mit dem sich dahinter verborgenen Verein münsterLAND.digital Träger von öffentlichen Projekten ist und eigene Interessen verfolgt. Der Digital Hub fördert mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Lingen (wir sind dort Konsortialpartner) digitale Innovationen und ihre Umsetzung in der regionalen Wirtschaft durch Qualifizierungsangebote, Unterstützung bei Corporate Entrepreneurship und die Vernetzung von Unternehmen, Wissenschaft, Institutionen, Verbänden und Startups. Weiterhin unterstützen wir Startups und Intrapreneurship im Bereich digitaler Geschäftsmodelle mit Wachstumspotenzial. Mit dem Digital Hub Accelerator vernetzen wir Startups mit potentiellen Kunden und Investoren im spannenden DWNRW-Netzwerk.

Somit sind wir natürlich nah an der Politik und haben so unsere Vorgaben, die wir auch gerne erfüllen. Dennoch ist der Rahmen weitgespannt. Die Themen aus dem Bereich der Digitalisierung stehen dabei genauso im Fokus wie der Mensch hinter dem Jobtitel und Unternehmen. Wir möchten einen vollumfänglichen Einblick ermöglichen und nehmen uns dafür auch Zeit. Dies wird von unseren Kollegen unterstützt und gefördert. Uns ist aber bewusst, dass es sich dabei nicht um eine Two-Man-Show handelt sondern wir dies auch für den Verein, die damit verbundenen Vereinsmitglieder und unsere Kollegen machen. #team! 🙂

3. Redet ihr einfach draus los, oder habt ihr eine Art „Skript“?

Daniel: Das kann Simon doch am besten! (lacht!) Generell ist es so, dass wir uns einige Tage vor der Aufzeichnung zusammensetzen und recherchieren. Wir durchforsten das Netz oder sprechen mit Menschen die wiederum jemanden kennen, die jemanden kennen usw. So bekommen wir manchmal auch Insiderinformationen und unsere Gäste wundern sich regelmäßig, woher wir das bloß wissen. Es macht uns Spaß, sich so fokussiert mich einem Menschen oder mehreren Menschen zu beschäftigen. Danach sortieren und priorisieren wir die Informationen und versuchen uns einen Weg durch das Gespräch zu bauen. Da wir 2-3 wiederkehrende Elemente in jedem Podcast haben, werden diese dann auf den Gast angepasst. Schlussendlich bleiben die meisten Infos im Kopf und wir haben während der Aufzeichnung nur noch ein paar Stichpunkte vor uns liegen. Allerdings improvisieren wir aber auch viel. Man kann eben vorab nicht planen in welche Richtung sich das Gespräch entwickeln wird. Das wollen wir aber auch gar nicht. Nicht umsonst sagen wir jedem Gast, dass wir eine Atmosphäre generieren möchten, in der es sich anfühlt als wenn sie Kumpels treffen und einfach quatschen. Wir entwickeln uns aber auch weiter und stehen gerade am Anfang. Somit haben wir noch Luft nach oben. Über Feedback, Mails, Kommentare auf unserer eskaliert.ms Seite oder auf Apple Podcast freuen wir uns sehr.

4. Habt ihr eine Morgenroutine, wenn ihr wisst, ihr werdet gleich aufnehmen?

Daniel: Wir richten uns bei der Aufzeichnung konsequent nach dem Gast. Es ist schon eine große Freude das wir überall auf Interesse, Begeisterung und offene Ohren stoßen. Aus diesem Grund machen wir es den Gästen aber nicht schwer und versuchen uns im besten Fall in ihren Tagesablauf zu integrieren. Manchmal zeichnen morgens auf, manchmal nachmittags. Aber unabhängig davon, setzen Simon und ich uns meistens 2 Stunden vor Aufzeichnung zusammen und trinken gemeinsam einen Kaffee und quatschen kurz nochmal über den Ablauf. Eine Stunde vor dem Start sind wir meist beim Gast oder wenn der Gast bei uns im Hub erscheint in unserem jeweiligen Aufnahmeraum und installieren die Technik. Danach machen wir einen kurzen Technikcheck und dann darf es eigentlich losgehen. ESKALATION!

5. Wie ist es, sich selbst reden zu hören?

Daniel: Durch meine damalige Ausbildung und Job beim Film und Fernsehen durfte ich öfter schon mit Mikrofon und Kamera hantieren. Als Kaufmann für audiovisuelle Medien hat bzw hatte ich täglich damit zu tun und irgendwann verliert man die Scheu und es normalisiert sich. Somit kann ich meine Stimme als recht gut ertragen. Simon geht damit ebenfalls sehr entspannt um und da er eh ein Naturtalent ist, was das Entertainment seiner Mitmenschen angeht, wäre es auch nahezu schlimm, wenn er dann auf einmal zur Diva werden würde. Simon ist ein absolutes Phänomen. Der Typ hat grundsätzlich immer, ich betone IMMER gute Laune. Das macht die Aufnahme, als auch unser Zusammenspiel mehr als einfach. Toller Typ! Tolles Projekt!

6. Welche sind eure Vorbilder und warum?

Daniel: Hm, das ist eine schwierige Frage. Vorbilder. Ich glaube es gibt prinzipiell nur Formate, die ich sensationell finde. Aber jeder Mensch hat seine Eigenarten und diese werden gerade durch das Medium Podcast deutlich. Denn man hat hier nur die Stimme, ist nah am Ohr des Rezipienten und hat seine eigene Meinung. Da muss erstmal eine Connection entstehen. Besteht die Bindung, findet man auch die Mädels und Jungs cool, die den Podcast machen. Wenn ich ausschließlich für mich spreche, dann sind hier Formate zu nennen wie ALMOST DAILY von Rocket Beans, PODCAST UFO, THE JOE ROGAN EXPERIENCE, PODCAST OHNE RICHTIGEN NAMEN etc.

Wenn ich Charaktere nennen müsste, würde dabei Etienne Gardé und Florentin Will hervorheben, die mich schon lange begleiten. Ich mag den schwarzen Humor, ihre Ansichten und Formate. Für Simon kann ich hier gar nicht so genau antworten. Ich weiß, dass Simon oft Fachpodcasts hört und sein Wissen daraus ziehen kann. Ganz im Gegensatz zu mir. Ich halte persönlich nicht all zu viel von fachorientierten Podcasts. Ich weiß auch das Interview-Podcasts wie Hotel Matze zu seinen Favoriten gehören. Simon ist wie ein Schwamm. Leg ihn einfach in ein wenig Wasser voller Expertise, der Rest passiert von allein.

7. Was empfiehlt ihr anderen, die auch überlegen, einen Podcast zu starten?

Daniel: Das Gleiche, wie wir auch unsere Startups empfehlen: Einfach machen bzw. starten! Simon könnte jetzt besser erklären warum, wieso und weshalb es sich lohnt ein MVP (minimal funktionierendes Produkt) auf dem Markt zu werfen und zu schauen was passiert und wie die potenziellen Kunden damit umgehen. Hast Du ein spezielles Interesse, in dem du eventuell Nerd bist, eine Leidenschaft oder Passion in dir, die gerne raus möchte? Dann starte! Wir mussten auch mit Spotify, Apple und Co. beschäftigen. Dabei kam aber heraus, dass es alles einfacher ist als gedacht. Simon und ich habe beide bereits viel von den Möglichkeiten der Stadt Münster und unseren Arbeitgeber partizipiert. Nun war es an der Zeit auch etwas zurück zu geben. Deshalb möchten wir, dass der Podcast eine feste Größe in Münster wird und jeder der zum Beispiel gerne in der Trafostation Zeit verbringt oder sich für digitale Themen begeistert, neu nach Münster kommt und nicht weiß, wo man den besten Wein in einer der coolsten Locations der Stadt trinken kann, die Möglichkeit hat etwas MEHR darüber zu erfahren.

Am Ende bleibt uns beiden nur zusagen: DANKE! Danke an unserer Team für das Vertrauen und die Möglichkeit dieses Konzept weiter zu verfolgen. Danke an unsere Gäste für ihre Neugier und Zeit. Wir sehen dies alles nicht als selbstverständlich an. Einer der schönsten Nebeneffekte ist, dass wir diese Menschen in 2 Stunden Gespräch so gut kennenlernen, sodass wir eine besondere Beziehung zu ihnen aufbauen. Wo gibt es das denn in der heutigen Zeit noch? Ein 2-stündiges intensives Gespräch ohne Smartphone mit aktivem zuhören. Das ist anstrengend und intensiv aber dabei unglaublich inspirierend und angenehm. Wir wollen mehr davon! Die erste Staffel endet mit der vierten und letzten Episode. Wir sehen uns dann im Januar mit der 2. Staffel wieder.

Freut euch schon mal. Wir haben wieder richtig geile Gäste!

Ihr wollt unbedingt reinhören oder mehr erfahren? 🙂

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2019-11-04T15:11:43+01:00 1. November 2019|Allgemein, Introducing Startup, LET´S ASK, Wissenswertes|