Das größte Event des VCMs, die Kickstart Academy, konnte natürlich nicht ausfallen, auch wenn gerade eine Pandemie den Alltag bestimmt. Und damit sind wir auch direkt bei einer großen Herausforderung mit steilem Learning für das Orga-Team: Wie schreibt man ein Präsenz-Konzept vollständig auf ein Digitales um, ohne den Kern des Events zu schmälern. Das geht nur mit einem Spitzen-Team, das Lust hat anzupacken, zusammenzuwachsen und unterwegs ganz viel zu lernen und auszuprobieren. Die Planung braucht natürlich Zeit und startete daher bereits im Juli 2020. Doch was wurde geplant und wie sah die neunwöchige Kickstart Academy am Ende aus?

Der Start der Kickstart Academy

Während den vier Workshopwochenenden und dem Final Pitch lernten die Teilnehmenden eine ganze Menge, um aus einer Idee ein Startup werden zu lassen. Den Anfang machte natürlich ein ordentliches Kickoff-Event, zusammen mit Strong Partners und Smells Like beim gemeinsamen virtuellen Kochen. Es gab unter anderem leckere Bratäpfel und einen angeregten Austausch bei dem ein oder anderen Kalt- oder Heißgetränk. Am nächsten Tag ging es direkt in die Arbeitsphase, wo gemeinsam mit Jonas Heeke von liba und Anja Overwien erste Ideen und Teams entstanden. Am Sonntag gab es dann, um die Ideen auch direkt auf die Probe zu stellen, einen spannenden Workshop von Graham Horton, Autor des Founders Playbook, zum Thema Problem-Solution-Fit (PSE). So konnten die entwickelten Ideen direkt dahingehend überprüft und entsprechend weiterentwickelt werden. Denn diese sollten wenn möglich auch z.B. der Validierung am nächsten Workshopwochenende standhalten. Das Thema Validierung wurde den Teilnehmenden durch Jan-Hendrik Büttner (VCM) sowie Nils Reckmann und Marcus Schwindt von Gute Jungs GmbH nähergebracht. Im Anschluss wurde der passende Business Model Canvas mit Friedrich Grimm (VCM, REACH) erstellt. So wurden innerhalb von zwei Wochenenden u. a. die Fragen nach dem Alleinstellungsmerkmal (USP), dem Markt und dem Wettbewerb für die Ideen beantwortet.

Erste Prototypen entstehen

Und schon stand das dritte Workshopwochenende vor der Tür. An den Ideen war bis hierhin selbstverständlich auch mit Hilfe der Mentoren weiter gebastelt und gefeilt worden, sodass die Teams über Prototypen nachdenken konnten. Passenderweise stand genau das an diesem Wochenende auf dem Plan. Mit Unterstützung von Pia Bönnemann und Krystof Beuermann von Blackbox Innovation entstanden die ersten Prototypen. Wer Interesse an der Nutzung von 3D Druck, Holz-Verarbeitung etc. hatte, konte sich die Optionen dafür von Max Tönnemann vom FabLab erklären lassen, es entstanden diesmal aber reine Digitalprodukte. Neben einem Produkt bedarf es aber natürlich auch Kunden und dafür hielten zwei Experten der GROW Digital Group, Karin Bergmann und Sergej Saschenin, einen sehr informativen Vortrag zu Themen wie Online-Marketing und Push-Pull Marketing. Eine richtige Marketingstrategie kann später ein entscheidender Faktor werden.

Es geht ans Eingemachte

Doch auch die beste Idee läuft nicht ohne Finanzierung und hier setzte das letzte Workshop- Wochenende an. Das Gründerteam der Sparkasse Münsterland Ost mit Sebastian Hollmann und Vanessa Horstkötter hielt einen Workshop zum Erstellen des passenden Finanzierungsplans. Wofür gebe ich Geld aus? Wie kalkuliere ich, was mein Startup über die nächsten 1-2 Jahre an Kapital braucht? Auf alle diese Fragen müssen irgendwann mal Antworten gefunden werden und manchmal kommt auch ein externes Funding in Frage. Daher teilte auch der Serial Founder und Business Angel Maximilian Fleitmann etwas von seinem Wissen zum Thema Finanzierung. Die Academy endet traditionell mit einem Final Pitch. Doch pitchen will gelernt sein und die Rettung kam in Form des Teams von Blackbox Innovation mit einem Pitch-Training, damit die Teams die Bühne beim großen Tag ordentlich rocken würden.

Das große Finale

Und dann war er da, der krönende Abschluss, der Final Pitch im DigiHub. Insgesamt standen von den ungefähr zwei Duzend Teilnehmenden am Ende vier Teams auf der großen Bühne, bzw. vor dem Zoom-Livestream, denn digital war ja ein Grundpfeiler der diesjährigen Kickstart Academy. Zwischen den Pitches wurden kleine Sessions mit Icebreaker-Fragen für die Zuschauenden eingebaut, sodass auch das Networking virtuell nicht zu kurz kam. Doch um einen Gewinner zu küren braucht es eine fähige Jury. Die bestand neben Manuell Wortmann, CEO der GROW Digital Group und selbst Gründer, auch aus Friedrich Grimm, einem ehemaligen VCM-Vorstand, der jetzt im REACH tätig ist, sowie Tabea Gumrich vom DigiHub und Sebastian Hollmann, Teil des Gründerteams der Sparkasse Münsterland Ost. Die Stars der Stunde waren aber natürlich die Absolventen der Kickstart Academy. 4 Teams, 4 Pitches, 4 Bereiche. SleePRO möchte den Schlaf verbessern und gibt individuelle Vorschläge wie das gelingen kann. Jamfam verbindet musikbegeisterte Menschen über eine App, um zusammen Jam-Sessions zu veranstalten. Strawl motiviert über einzelne Freigetränke Kunden zum Besuch in den Gastro-Betrieben und steigert so deren Umsatz. Und zu guter Letzt kommen wir zum Gewinner der Academy: Tiliaa, die die CO2- Kompensation fürs Online-Shopping vereinfachen.

Und so ging die digitale Premiere der Kickstart Academy 2020 mit vielen hochkarätigen Workshops zu Ende. Spannend, lehrreich, unterhaltsam und mit ganz vielen Erinnerungen. Vielen Dank nochmal an unsere Sponsoren, die GroW Digital Group, d.velop, die Sparkasse Münsterland Ost und die NRW.Bank. Außerdem ein Danke an alle, die Workshops oder Vorträge gehalten haben, die Teilnehmenden und natürlich das Orga-Team!

Den Final Pitch kannst du übrigens auch noch auf unserem YouTube Kanal nachschauen (https://youtu.be/yJqgz4S26Vo)

Du möchtest im nächsten Winter an der Kickstart Academy teilnehmen? Wir informieren dich auf Instagram rechtzeitig über die Bewerbungsphase.